Umgang mit Depression: Arne Tempel im Interview

Umgang mit Depression: Arne Tempel im Interview

Leider ist Depression in Deutschland weit verbreitet. Arne Tempel ist Depressions-Coach und geht dagegen an. Er hilft betroffenen Menschen zu einem klugen Umgang mit Depression. Lese hier die Kurzfassung des Interviews oder höre es dir an.

Warum gibt es immer mehr Depressive?

Arne ist der Meinung, Depression ist ein gesellschaftliches Phänomen. Denn die Menschen in Deutschland oder allgemein den reicheren Ländern haben die Zeit, sich in negativen Gedanken zu verstricken.

Durch die Informationsflut gelangen viel zu oft und viel zu viele negative Informationen in unser Gehirn. Dies zieht uns ebenfalls runter.

Hinzu kommt der gesellschaftliche Wandel nach dem 2. Weltkrieg. Durch den aufstrebenden Feminismus wurde jegliche Art von Aggressionen, auch die der positiven Art in Form von schöpferischen Aktivitäten oder Durchsetzungsstärke, unterdrückt.

Diese unterdrückte Kraft benötigt trotzdem ein Ventil. Da sie im Außen nicht ausgelebt wird, kehrt sie sich ins Innere und ruft letzten Endes die Depression hervor.

 

Wie kam es zu Arnes Suizidversuch?

Er war bereits längere Zeit depressiv und zog sich zurück. Nun ging es ihm ständig schlecht und seine Gedanken kreisten sich stets um sein eigenes Leiden.

Eines Tages kam ihm in der Schule plötzlich der Gedanke, sich umzubringen. Im letzten Moment, bevor er sein Leben beenden wollte, vibriert das Handy in der Hosentasche.

Seine beste Freundin hat eine kurze SMS geschickt mit einer belanglosen Nachricht. Dies hat Arne daran erinnert, was den mit der Freundin passiert, wenn er sein Leben beendet. Und seinen Eltern.

So hat dieses Handy-Vibrieren im letzten Moment dazu geführt, dass Arne vor dem Suizid bewahrt wurde.

 

Was ist Arnes Vision?

Anfangs war die große Vision, eine Million Menschen aus der Depression rauszuhelfen. Mittlerweile hat sich die Depression dahingehend gewandelt, dass Arne das Wort Depression überflüssig machen möchte.

Betroffenen Menschen soll klargemacht werden, dass sie selbst verantwortlich sind, aus ihrer emotionalen Lage herauszukommen. Dafür muss durch die Schule und die Medien dieses Bewusstsein für den Umgang mit Depression geschaffen werden.

Denn man darf als depressive Person nicht die Verantwortung nach außen abgeben. Gedanken zulassen, dass andere an den Umständen schuld wären. Nein, sondern jeder ist selbst dafür verantwortlich, welche Gedanken er zulässt.

Arne möchte, damit die Gesellschaft begreift, dass Depression vermieden werden kann, indem man seine Worte, Gedanken und Handlungen in die richtige Richtung lenkt.

 

Was hält Arne von Anti-Depressiva?

Menschen können so tief drinstecken, dass sie die Eigenmotivation und Kraft nicht aufbringen können. Sie schaffen’s nicht mehr, sich aufzuraffen und etwas gegen die Depression zu unternehmen.

Fehlt zusätzlich ein unterstützendes Umfeld, das einem heraushelfen möchte aus dieser Lage, können Anti-Depressiva eine kurzfristige Lösung sein.

Depressive erhalten so das Erlebnis zurück, sich gut zu fühlen. Die Erfahrung, dass man sich überhaupt gut fühlen kann.

Diese Medikamente dürfen aber keine Langzeit-Lösung sein über Jahre hinweg.

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Welche Tipps hat Arne für den Umgang mit Depression?

Das Ziel für den Weg aus der Depression ist es, sich gut zu fühlen. Wir können die Gefühle nicht direkt beeinflussen.

Was wir können, ist, unsere Gedanken und Verhalten zu kontrollieren.

Wenn wir achtsam auf unsere Gedanken schauen und hinterfragen:

„Bringt mich dieser Gedanke dazu, mich gut oder schlecht zu fühlen? Wenn nein, ist es dann hilfreich, diesen Gedanken weiter zu denken? Was könnte ich denn stattdessen denken? Durch welche Gedanken werde ich mich besser fühlen?“

Seine Gedanken bewusst zu kontrollieren bringt dich dazu, dich besser zu fühlen und mehr Energie zu besitzen.

Auch dein Verhalten kannst du beeinflussen. Tust du die Dinge, die in dir positive oder negative Gefühle bewirken? Denn durch dein Verhalten kannst du auch deine Gefühle steuern.

 

Wie soll man mit als Angehöriger mit Depressiven umgehen?

Mache dir deiner Rolle als Angehöriger bewusst. Das soziale Umfeld wie Familie und Freunde hat eine andere Rolle als ein Psychotherapeut oder ein Coach, deren Rolle es ist, zu helfen. Deine Aufgabe ist es nicht, in dem Sinne zu helfen.

Du hilfst deinen depressiven Angehörigen, indem du ihn akzeptierst wie er ist und nicht versuchst, deine Hilfe ihm aufzudrängen.

Es hilft depressiven Menschen außerdem, kleine Aufgaben oder Pflichten im Haushalt haben. Sie vermitteln den Eindruck, dass er etwas kann und etwas wert ist.

Nehme dem Depressiven die Bürde, sich um dich sorgen zu müssen. Deshalb lasse es dir selbst gut gehen und zeige deinem depressiven Angehörigen somit, dass seine negative Lage dich nicht mit runterzieht.

Abschließend lässt sich sagen zum Umgang mit Depression: Tiefphasen und negative Gefühle gehören zum Leben dazu. Es gibt Sonnen- und Regentage. Die in unseren Augen schlechten Tage können dazu dienen, zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

 

Kontakt zu Arne Tempel

Blog: https://echt-leben.com/

Facebook: https://www.facebook.com/pages/category/Personal-Blog/EchtLeben-139674782895068/

Webseite: https://arnetempel.de/

Instagram: https://www.instagram.com/arne.tempel/

Nie mehr depressiv: https://nie-mehr-depressiv.de/

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Dennis Streichert
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